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Mojo Jazz Mob “Pacific Daybreak – Broken Nights“
lp_BeSonic 15.12.2008

Mojo Jazz Mob “Pacific Daybreak – Broken Nights“


Im wilden Westfalen gibt es unendliche Weiten, die am besten mit laut aufheulenden Autos bereist werden.Doch eigentlich sieht es dort ganz anders aus: Langsam schlängelt sich das Flüsschen Werse durch das beschauliche Ahlen/Westf., einem münsterländischen Städtchen, das heute durch Kosmetik und Zweitliga-Fußball im kollektiven Bewusstsein Einzug gefunden hat. Das war nicht immer so. Einst war die Zeche größter Arbeitgeber der Region, harte Arbeit und Schweiß bestimmten den Alltag – 1999 war damit Schluss.



Etwa zu der Zeit, als in Ahlen die letzte Zeche geschlossen wurde, trat der Mojo Jazz Mob auf den Plan: Musikgewordener Bergbau, quasi im Geiste verbunden mit dem Vermächtnis der Stadt. Schon 2007 entstand ihr eigenproduziertes Debut-Album “Pacific Daybreak – Broken Nights“, das auf Swamp Room Records veröffentlicht wurde. Die fünf Stoner Rock Epigonen legen sofort los: Zündschlüssel umlegen und die Fahrt kann beginnen!
 

Harte Zeiten erfordern harte Musik

Tiefgestimmte Gitarren, bretthart zu einer Wall of Sound verwoben, treffen auf ein mal schleppendes, dann auch auf ein treibendes Schlagzeug. Zwar werden immer wiederkehrende Genre-Klischees aufgearbeitet, ohne die der Stoner-Rock aber auch gar nicht leben könnte – doch würde man Mojo Jazz Mob damit nicht gerecht werden.
So erinnern sie in ihren schwelgenden Momenten an die frühen Motorpsycho: Acht Minuten Epen, die sich hypnotisch aufbauen um dann explosionsartig ihre Energie über den Hörer auszuschütten. Doch auch Pop-Elemente werden gerne mal in die 12 Stücke eingebaut – eine CD wie ein Adventskalender: Hinter jedem Türchen kann sich Schokolade finden, oder aber eine Überraschung.  


Die Westfalenwalze zieht weiter

“Pacific Daybreak – Broken Nights“ ist eine Platte, die für eine Produktion in Eigenregie durchaus überzeugen kann. Von der Ausführung her ist das erste Mojo Jazz Mob Album zwar noch nicht völlig ausgereift, doch kann man sich gut vorstellen, wie diese Band live wirken könnte! Die nächste EP „Westfalenwalze“ steht schon in den Startlöchern und der Name könnte durchaus Programm sein – wenn die fünf erst mal loslegen, dann heißt es harte Arbeit, wie auch Schweiß und wenn die Westfalenwalze erst mal losfährt, kann man nur geplättet sein!


Mojo Jazz Mob // “Pacific Daybreak – Broken Nights” // Swamp Room Records CD


 

http://www.mojojazzmob.de


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