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1 Hans Frommer
New Cold Cool Way
2 Hans Frommer
Baby Come Back
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Ain't Got the Blues
4 denno
Bleak Thumb Blues
52
Badly Smelling Socks
Bluesman
61
CarolCamille
It Never Dawned Upon Me
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Stewbit-Story

Wie alles begann. Kurz nach dem Krieg, da gab es ja nicht viel. Und das wenige, das noch heile war, holten die kaugummi-grinsenden Besatzer flugs ab. Nur an Farfisa-Orgeln herrschte komischerweise kein Mangel. Die wollten noch nicht mal die Russen. Mein Modell hieß Quatro Stagioni. Die Typbezeichnung bezieht sich auf die Anzahl der Klangfarben. Stagioni heißt nämlich Klangfarbe und quatro heißt vier. Die Klangfarben im einzelnen: Bruto, Molto Bruto, Dolce und Molto Dolce. Damit ließ sich was anfangen. Bossanova, Disko und Sambafox waren mit dieser Orgel kein Problem. Auch dem Nachbarn gefiel´s. Er hatten auch keine Wahl. Für einen Ausgebombten gab er sich überraschend kunstsinnig.
„Ah, der Härr, er übt schon wieder, das freut uns...“, schleimte er häufig und spielte mit ner Kartoffel, die Mamutschka unvorsichtigerweise hatte herumliegen lassen in seiner Riesenklaue. „Endlich wieder Musik, man merkt, das ist der Frieden!“
Und so ging es weiter.
In den nächsten Dekaden passierte nicht viel, beziehungsweise so das Übliche: Meine Orgellehrerin, Frau Weber, traktierte mich mit Czerny-Etüden, wir gewannen ungefähr ein halbes Dutzend mal die Fußballweltmeisterschaft und bald hieß es, du bist reif, dich einem breiten Publikum vorzustellen. Zumindest ich war es, das Publikum ließ hingegen jegliche Reife vermissen. Es zeigte mir die kalte Schulter. 12-Ton-Musik war ganz unbemerkt aus der Mode gekommen, selbst bei den Donaueschinger Chaostagen wollte man nur noch Rock hören. Am liebsten den von der kuschligen Sorte. Wie darauf reagieren?
Ein zartbesaiteter Mensch hätte sich jetzt wahrscheinlich abgewendet, BWL studiert und sich ganz der Verehrung des schnöden Mammons hingegeben. Aber nicht ich. Lieber weiter arbeitslos bleiben und bei Muttern wohnen als die Kunst verraten. Und die entbehrungsreichen Jahre haben sich in jeder Hinsicht gelohnt, meinen jedenfalls Mutter, Stiefbruder und die Kumpels von der Suppenküche. Sie alle finden, niemand spielt die Farfisa schöner als die Jungs von Stewbit™. Niemand vermag mehr Klangfarben und Dimensionen des Wohlklangs aus dem elektronischen Klangerzeuger zu zaubern, so lautet der vielstimmige Tenor. Vielleicht liegt´s aber auch nur daran, dass mittlerweile die Farfisa-Orgel ersetzt wurde durch die erlesendste Technik, die es auf Kredit zu kaufen gibt. Außerdem schaut manchmal der talentierte Mr. Hansen vorbei und gibt Tipps. Nimm hier nen Durakkord, dann klingt´s nicht so traurig, sagt er zum Beispiel. Und siehe da, auf die Weise kommt man bei den Kids an. Aber ob ich nochmal Popstar werde, ist trotzdem nicht hundertprozentig sicher. Bin halt schon ein ziemlich alter Zausel und das schlimmste dabei, die Jahre sind nicht gerade spurlos an mir vorüber gegangen. Aber was soll´s. Man macht halt weiter und hofft, dass es wenigstens irgendwann mit dem Nachruhm hinhaut. So wie bei Mozart und den anderen Jungs...


Bandmitglieder und Instrumente:
Mikeš (Elektronenorgel, Ordinateur)
Mr. Hansen (gelegentlich Produzent)
Frau Weber (Orgellehrerin)

Beeinflusst von:
L. Gott

Herkunft:Europa - Deutschland Deutschland - Stuttgart




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stewbit

Songs
HeartfieldsHeartfields (4:36)
christmas is overchristmas is over (3:12)
Citizen KongCitizen Kong (3:50)
carte blanchecarte blanche (3:13)
old enough to workold enough to work (3:44)


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